Donnerstag, 23. Dezember 2010

Invasionen!

Falls ihr allen Ernstes dachtet, ich würde einen total zuckrig süßen Weihnachtspost verfassen, habt ihr euch ja sowas von getäuscht, Leute!

Ich liebe Weihnachten, kein Zweifel. Ich mag die Dekorationen und den Schnee (und dieses Jahr ist es SEHR VIEL Schnee) und ich mag, dass die Bahn ständig zu spät kommt (weil da in der Schule alle Verständnis fürs Zu-Spät-Kommen haben) und ich mag den Geruch nach Zimt und Plätzchen und Tannen und Weihnachtsmärkten.

Was ich nicht mag, ist die Tatsache, dass ich mich außerdem mit meinen Verwandten abgeben muss.

Am 22. Dezember hat meine Mutter Geburtstag. Jedes Jahr, logischerweise. Das bedeutet, dass die liebe Familie jedes verdammte Jahr am 22. Dezember bei uns im Haus einfällt, Lärm macht, wie eine ganze Kompanie, alles aufisst, was nicht schnell genug in Sicherheit gebracht wird, und sich dann noch munter anschreit...äh....unterhält. So heißt das ja angeblich, wenn 15 Leute quer über einen Tisch brüllen, um sich gegenseitig zu übertönen, und sich dabei noch alle gegenseitig unterbrechen.

Das könnte ich ja gerade so noch ertragen, denn erstens verziehe ich mich bei dieser Gelegenheit immer zu meinem Laptop in mein Zimmer; und zweitens muss ich sie ja dann erst am 25. oder 26. Dezember wieder sehen.

HA! Von wegen! Ausgerechnet dieses Jahr verbringen WIR Weihnachten, also den 24. Dezember, bei der Familie. Was bedeutet, dass wir (drei) bei ihnen einfallen, wie das Trio Inferiale, hier und da ein paar Plätzchen naschen, beim Abendessen Platz am Tisch beanspruchen und unsere Geschenke unter einen fremden Baum legen, um sie dann möglichst schnell wieder hervorzuholen und auszupacken.

Das bedeutet im Klartext: Familieninvasion - ein Tag Ruhe - Familieninvasion.
Und ich dachte, die Folter wäre in Europa längst abgeschafft worden ... besinnliches Fest, von wegen! Wer DAS behauptet, hat ja auch noch nie mit unter meiner Familie gefeiert gelitten.

Das war Invasion Nummero Uno. Kommen wir gleich zu Numero Dos:

SPINNEN!

Ich bin ein wirklich tierlieber Mensch. Ich habe auch keine Probleme damit, ein Zimmer zu betreten, in dem sich eine kleine Spinne aufhält. Schließlich habe ich ja keine Phobie.

Aber seid ihr schonmal die Treppe vom ersten Stock ins Erdgeschoss und habt euch mit einer 5 cm großen, dicken, fetten, schwarzen Spinne konfrontiert gesehen, die auf Augenhöhe an der Wand hing?!

Nein? Dann habt ihr Glück gehabt. Ich bekam jedenfalls fast einen Herzinfarkt.


Spinnen im Keller - okay. Dachte ich mir. Spinnen im Erdgeschoss? - AUF KEINEN FALL!

Tja ... gerade eben wollte ich mir im Keller eine neue Flasche Cola holen. Ich ging also nichts ahnend die Treppe runter und: KREISCH!

ZWEI riesige, fette, schwarze Spinnen direkt vor der Kellertür, die mich von meinem Lebenselixier trennten!

AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!

Ich meine: Was zur Hölle ist auf einmal los? Familieninvasion, Spinneninvasion ... am besten, ihr nehmt beim Rausgehen einen Schirm mit, denn als nächstes schneit es garantiert schockgefrostete Heuschrecken!

Ich wünsche euch allen ein frohes, spinnen- und hoffentlich auch familienfreies Weihnachtsfest mit vielen Geschenken (familienfrei + Geschenke? => Ganz einfach: POST!), möglichst wenig Stress und keinen Streits (die es übrigens nicht geben wird, wenn man die Familie gar nicht erst zu Gesicht bekommt).

Bis demnächst!

1 Kommentar:

  1. Hey, nimm es einfach weiter mit Humor und freu dich königlich auf das kommende Jahr Ruhe. ;) Zum Glück wohnen meine Verwandten alle zu weit weg, als dass wir uns Weihnachten sehen müssten. Ich hab nicht gerade wenige Tanten und Onkels mit Anhängen und irgendwie hat von denen noch nie jemand was von gesitteten, nacheinander stattfindenden Gesprächen gehört. Die wollen auch immer alles auf einmal loswerden. Ich fühle mit dir ;)
    Und Spinnen - ja, solche Erfahrungen sind mir bekannt. Leider. Ich hab nämlich definitiv eine Phobie x.x Mies.

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